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Kurzlehrgang: Claims & Co

4 Tage kompakt - Antworten und Lösungen zu Rechtsfragen der Baupraxis sowie Leistungserbringung

Referenten: RA Ing. DDr. Hermann Wenusch
Veranstaltungsform: Lehrgang

zu den Details
Preis pro Teilnehmer € 1.490,00 exkl. Ust , inkl. Frühbucherbonus von - 100 €;

Optionale Frühbucher-/Aktionsinfos: Ermäßigungen sind nicht addierbar. Irrtümer und Preisänderungen vorbehalten.

Die Abwicklung größerer Bauvorhaben wird immer komplexer!

Das Gelingen eines Bauvorhabens beruht neben einer guten Planung vor allem auf einer perfekten organisatorischen und rechtlichen Umsetzung und Dokumentation. Denn durch die ökonomischen Zwänge des modernen Wirtschaftslebens spielt das Thema Recht eine immer größere Rolle in der Baupraxis.


Nur wer die Rechtslage kennt, kann schwerwiegende und vor allem teure Fehler und Konflikte zwischen den Vertragspartnern von Beginn an vermeiden. Holen Sie sich im Kurzlehrgang „Claims & Co für Baupraktiker“ einen umfassenden Überblick vom Vertragsabschluss bis zur Übernahme der Bauleistung. Für Baupraktiker wird in jedem Fall Modul 1 als Grundlage empfohlen.


Informieren Sie sich – kompakt an 4 Tagen – über alle Details zu bauwirtschaftsrelevanten Rechtsthemen und holen Sie sich einen Leitfaden für die Praxis. Je nach Ihrem Wissensstand besteht die Möglichkeit, auch nur Halbtage zu buchen. Sichern Sie sich noch heute Ihren Platz – melden Sie sich an!



Ihr 5***** Vorteil! 

  • Alle Module auch einzeln buchbar!
  • Praxisnähe und Erfahrungsaustausch mit KollegInnen
  • Frühbucherbonus  100,- bis 5 Wochen vor Veranstaltungsbeginn
  • Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Attraktive Fördermöglichkeiten – auch für bestehende Dienstverhältnisse, u. a. AMS, WAFF u. v. m.
  • Juristische Grundlagen
    • Interpretation (Auslegung) von Gesetzen, Verträgen und ÖNORMEN
    • „Natürliche Rechtsgrundsätze”?
    • Gerichte und Instanzenzug in Österreich 
    • Beweisfragen (Beweiswürdigung) und Rechtsfragen
    • Bedeutung der Rechtsprechung und deren Wandel

Die zunehmende „Verrechtlichung” am Bau führt immer wieder zu zahlreichen Fragen. Nur wer die Rechtslage kennt und weiß, wie Gesetze einerseits und Verträge andererseits auszulegen sind und wer die Bedeutung und Reichweite der aktuellen OGH-Urteile sowie juristische Grundlagen (wie die Bedeutung von Unterschriften auf Bautages- bzw. Regieberichten) kennt, kann folgenschwere Entscheidungen vermeiden.  Holen Sie sich ein grundlegendes Verständnis der juristischen Begriffe und Methoden für Ihre Baupraxis.

 

  • Der Abschluss des Bauwerkvertrages
    • Die Vollmacht der Architekten, ÖBA u. a.
    • Wirkung von Willens- und Wissenserklärungen
    • Auslegung von Erklärungen: Der „redliche“ Empfänger
    • Wirkung von gesetzlichen und vertraglich vereinbarten Formerfordernissen (z. B. Schriftlichkeit)
    • Zeitpunkt des Vertragsabschlusses
    • Vertragsanpassungen, ohne Vereinbarung?

Der Inhalt des Bauvertrages entscheidet darüber, ob der Bauherr das erhält, was er wünscht, und ob das Bauvorhaben für den Bauunternehmer profitabel ist. Tatsächlich fehlt in der Baupraxis häufig das notwendige Grundwissen: Was ist unter einem Vertrag zu verstehen, wie kommt ein solcher zustande, wie ist er auszulegen und welche Inhalte sind gegebenenfalls unwirksam? Rüsten Sie sich mit dem notwendigen Wissen, um bereits bei Vertragsabschluss etwaige Risiken zu erkennen und Fehler zu vermeiden. Informieren Sie sich über die Gültigkeit mündlicher Vertragsänderungen und die Fehlvorstellung über das Institut der Vollmacht (insbesondere der ÖBA oder eines Architekten).

 

  • Kalkulationsirrtum, Sittenwidrigkeit, Bankgarantie
    • Grundbegriffe des Irrtumsrechts 
      • Einteilung der Irrtümer
        • Motivirrtümer | Geschäftsirrtümer | Erklärungsirrtümer | Wesentliche und unwesentliche Irrtümer
      • Voraussetzungen für eine erfolgreiche Irrtumsanfechtung
        • Veranlassung | Auffälligkeit | Aufklärung
      • Rechtsbehelfe der Irrtumsanfechtung (Aufhebung und Anpassung)
    • Kalkulationsirrtümer 
    • Sittenwidrigkeit: "der letzte Ausweg!" | Bestimmungen in AGB
    • Bankgarantie: Formerfordernisse | Einstweilige Verfügung

In der Baubranche scheinen aufgrund der Komplexität größerer Bauvorhaben Missverständnisse nahezu vorprogrammiert. Mitunter erscheint es manchmal fast so, dass schon im Voraus mit Irrtümern der Gegenseite gerechnet und versucht wird, diese allenfalls auszunützen. Die Auswirkungen eines Pauschal- oder Einheitspreisvertrages auf eine Anfechtbarkeit wegen Irrtums werden sehr häufig falsch erkannt. In der Praxis wird oft auf sog. Kalkulationsirrtümer hingewiesen, ohne dass klar ist, was dieser Begriff umfassen soll. Im Rahmen dieses Vortrags wird ein Verständnis des Irrtumsrechts unter besonderer Beachtung der typischen Eigenheiten eines Bauwerkvertrages und des Bauablaufs vermittelt. Ebenfalls häufig verkannt werden die Anforderungen, die eine juristische Sittenwidrigkeit begründen. Oftmals als sittenwidrig werden Inanspruchnahmen von Bankgarantien gesehen. Dieses Sicherungsinstrument wird im gegebenen Zusammenhang erläutert.

 

  • Prüf-, Warn- und Hinweispflicht
    • Unterschied zwischen Prüf-, Warn- und Vorschlagspflicht
    • Gegenstand der Warnpflicht: Technisches Misslingen oder Verteuerung?
    • Warnpflicht nach ABGB und ÖNORM B2110
    • Formerfordernisse einer Warnung
    • Inhaltserfordernisse einer Warnung
    • Adressat einer Warnung

Treten Mängel am Bau auf, so wird über kurz oder lang die Frage nach einer Warnpflichtverletzung des Unternehmens gestellt. Häufig ist jedoch unklar, was unter „Misslingen des Werks“ zu verstehen ist und wer, wie, wann und worüber gewarnt werden muss. Holen Sie sich ein umfassendes Verständnis über die Warn- und Hinweispflicht am Bau nach § 1168a ABGB bzw. nach der ÖNORM B2110. Informieren Sie sich über die Folgen einer Unterlassung und erfahren Sie, ob mit der Warnpflicht auch eine Prüfpflicht einhergeht bzw. wie tiefgehend diese ist.

 

  • Gewährleistung, Übergabe / Abnahme ... 
    • Fertigstellung oder Übernahme? Wesentliche Zeitpunkte der Vertragserfüllung
      • Fälligkeit des Entgelts
      • Übergang der Gefahr
      • Beginn der Gewährleistung
      • Verjährung
    • Übernahme trotz Fehlens der vereinbarten Förmlichkeiten
    • Grundbegriffe des Gewährleistungsrechts
    • Mängel (unbehebbare, behebbare, optische)
    • Primäre und sekundäre Rechtsbehelfe (Verbesserung, Preisminderung, Wandlung)
    • Zurückbehaltungsrecht nach ABGB und ÖNORM B 2110

Bauherr, übernehmen Sie bitte! Welches Bauunternehmen kennt dieses Szenario nicht: Die Leistung ist termingerecht geliefert und das Bauwerk fertig zur ­Übergabe. Der Bauherr weigert sich allerdings, die Übernahme aufgrund von Mängeln durchzuführen. Obwohl eine formale ­Übernahme nie stattgefunden hat, wird das Bauwerk jedoch genutzt und unter Berufung auf die Mangel­haftigkeit ein großer Teil des Entgelts zurückbehalten. Diese und ähnliche Probleme treten in der Baupraxis immer häufiger auf. Rüsten Sie sich mit umfassendem Rechtswissen, das in Zusammenhang mit der Fertigstellung eines ­Gebäudes bzw. dessen Übergabe oder Mangelhaftigkeit steht.

 

  • Schadenersatz, Pönale und Skonto  
    • Grundbegriffe des Schadenersatzrechts
      • Ersatzfähiger Schaden
      • Kausale Handlung oder Unterlassung
      • Verschuldensformen (insb. leichte und grobe Fahrlässigkeit)
      • Rechtswidrigkeit
    • Pönale als pauschalierter Schadenersatz
    • Untypische Pönale
    • Richterliche Mäßigung
    • Sittenwidrige Pönalvereinbarungen

Verzögerungen am Bau sind leider keine Seltenheit. Oft wird bei Leistungsverzug die vereinbarte Pönale von den Auftraggebern einbehalten, ohne dass die Gründe, die dazu geführt haben, näher beleuchtet wurden. Jedoch kann es durch Leistungsänderungen oder Behinderungen dazu kommen, dass sich die Leistungsfrist erstreckt und die Pönalvereinbarung zur Gänze entfallen kann. Holen Sie sich ein umfassendes Hintergrundwissen zu den typischen Abzügen Pönale und Skonto sowie den Pönalvereinbarungen bei Konkurs.

 

  • Claim und Anti-Claim
    • „Pacta sunt servanda“ (Verträge sind einzuhalten) in der Baupraxis
    • Leistungsdefinition beim Vertragsabschluss
    • Schuldinhalt bei Einheitspreis- und Pauschalpreisvertrag
    • Bedeutung eines Leistungsverzeichnisses (Schuldinhalt oder „Preisausmesser”)
    • Schuldinhalt bei konstruktiver und funktionaler Ausschreibung
    • Leistungsänderung nach der ÖNORM B2110
    • Abgrenzung verschiedener Verträge zwischen den selben Vertragsparteien
    • Vorzeitige Beendigung von Verträgen (von Abbestellung bis Rücktritt)

Schon bei der Ausarbeitung eines Angebots wird von den Bauunternehmern darauf Augenmerk gelegt, wie trotz eines ­ausgewiesenen sehr niedrigen Angebotspreises durch spätere Nachforderung doch noch ein Gewinn erwirtschaftet werden kann. Auf der anderen Seite wird mitunter erheblicher Aufwand betrieben, um zunächst offensichtlich nicht zu kalkulierende Mehraufwände des Bauunternehmers nicht zu honorieren. Dabei wird häufig der Grundsatz „pacta sunt servanda“ übersehen, wonach einseitige Änderungen nach Vertragsabschluss nicht mehr möglich sind. Der Umfang der Leistungspflicht des Unternehmers wird falsch eingeschätzt und Leistung (Bauleistung) und Gegenleistung (Entgelt) wird vermengt.  Informieren Sie sich umfassend über die genauen Vertragsinhalte eines Bauwerkvertrages: Für welche Bauleistung gebührt das vereinbarte Entgelt und wann ist eine Anpassung des Entgelts angemessen?

 

  • ARGEn & Subunternehmer – Rechtsfragen 
    • Rechtsfragen bei der Beschäftigung von Subunternehmern
    • Rechtsfragen bei der Bildung von ARGEn

Bei größeren Bauvorhaben entspricht es der Regel, dass der Auftraggeber den Bauwerkvertrag 
mit einem Generalunternehmer schließt, die tatsächliche Leistung aber von dessen 
Sub­unternehmern ausgeführt wird. Dadurch kommt es oft zu Problemen aufgrund verletzter Form­vorschriften.
Informieren Sie sich über den aktuellen Gesetzesstand!

  • Bauherrn
  • PlanerInnen
  • Bautechnische BeraterInnen
  • BauunternehmerInnen
Projektorganisation
 Christine Walser

Christine Walser

Seminarorganisation cw(at)ars.at

Tel: +43 1 7138024-26

Fax: +43 1 7138024-14

Konzeption
Mag. Barbara Ranftl

Mag. Barbara Ranftl

Program Planner barbara.ranftl(at)ars.at

Tel: +43 1 7138024-54

Fax: +43 1 7138024-14

ARS Seminarzentrum
ARS Seminarzentrum
Schallautzerstraße 2-4
1010 Wien

Tel: +43 1 713 80 24

e-Mail: office@ars.at

14.09.2017 bis 29.09.2017 / von 9.00 bis 17.00 Uhr
Ermäßigungen & Teilnehmerstaffel
30 %
(per TN) ab 10 TeilnehmerInnen eines Unternehmens
10 %
(per TN) ab 3 TeilnehmerInnen eines Unternehmens
5 %
Ermäßigung bei Buchung von 3 Halbtagen
10 %
Ermäßigung bei Buchung von 4-7 Halbtagen
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