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Rechtssicherheit des sekundären Geschäftskernprozesses

von Ing. Richard Hecher, MSc, MLSWU

 

Ein Gewerbebetrieb besteht aus zwei Geschäftskernprozessen. Dem primären handelsrechtlichen und dem sekundären gewerberechtlichen Geschäftskernprozess.

Der primäre Geschäftskernprozess sorgt für die Disposition der Auftragsabwicklungsprozesse, in denen Auftragseingang, Vertragsabwicklung, Auftragsbearbeitung, Produktentwicklung, Arbeitsvorbereitung, Materialdisponierung, Finanzierung, Einkauf, Wareneingang, technische Planung, Qualitätsanforderungen,
technische Fertigung, Qualitätskontrolle, Logistik, Versand, Controlling, Marketing, Buchhaltung und Personalwesen sichergestellt werden.

Damit der primäre Geschäftskernprozess in seiner Abwicklung einwandfrei und reibungslos funktionieren kann, muss als Basis der sekundäre Geschäftskernprozess gewährleistet sein. Der sekundäre Geschäftskernprozess sorgt für die gesamte gewerberechtliche und technische Aufrechterhaltung in Bezug auf einwandfreie Funktionalität, sodass die Liegenschaft mit ihren Immobilien, Sanitäranlagen, Sozialbereichen, Energieversorgungsanlagen, Betriebsanlagen, Maschinen und Arbeitsmitteln zur Verfügung gestellt werden.

Bei der Abwicklung des sekundären Geschäftskernprozesses müssen Gesetze, behördliche Auflagen, Richtlinien, Verordnungen und Normen eingehalten werden. Um alle diese Anforderungen zu erfüllen, ist es für die Inbetriebnahme des Gewerbebetriebes notwendig, alle Anlagen einer Erstabnahmeprüfung zu unterziehen und die wiederkehrenden Prüfungen in Intervallen durchzuführen.

Viele Gewerbebetriebe sind sich ihrer rechtlichen Auflagen und Anforderungen mehr oder weniger bewusst. Jedoch mangelt es an der Umsetzung aus verschiedensten Gründen, wie z.B. am Personalaufwand, fehlendem Rechtswissen oder an der Finanzkraft. Dadurch begeben sich die Gewerbebetriebe in rechtliche, finanzielle und
personelle Gefährdungen, in Folge dessen sie einer intensivierten behördlichen Überwachung gegenüberstehen und im schlimmsten Fall die Aufmerksamkeit der Medien auf sich ziehen. Des Weiteren hat dies auf die internen und externen Umwelten negative Auswirkungen.

Das Ziel ist es in erster Linie, durch diese rechtlichen Überprüfungen der Anlagen, Rechtssicherheit für den Gewerbebetrieb zu schaffen. Des Weiteren stehen durch den Gewerbetrieb sehr viele Umwelten wie die Gesellschafter, Mitarbeiter, interne / externe Beauftragte, Kunden, Konkurrenten, Lieferanten,
Energieversorger, Behörden, Versicherungen, öffentliche Parteien, Banken, Investoren und Medien in einem rechtlichen interdisziplinären Innen- und Außenverhältnis. Mit diesen Umwelten besteht in Bezug auf die Haftung eine Wechselwirkung. Auch hier ist in beide Richtungen darauf zu achten, eine Rechtssicherheit zu gewährleisten.

Die Ausarbeitung der rechtlichen Aspekte, in Bezug auf die Haftung in der Wechselwirkung zwischen internen und externen Umwelten, soll ein Legal Compliance-Konzept für die wechselseitige Rechtssicherheit darstellen. Für die
Ausarbeitung werden berufliche Erfahrungswerte herangezogen, Praxisbeispiele verwendet, Recherchen in einschlägigen Literaturen durchgeführt sowie juristische Plattformen benutzt.

Der Gewerbebetrieb erlangt durch die Umsetzung des Legal Compliance-Konzepts Rechtssicherheit für sich und seine internen / externen Umwelten sowie positive Resonanz. Es steigert die Qualität im Unternehmen, festigt das Bewusstsein der Umwelten und die Erfolgsfaktoren werden aufgewertet. Die Basis des sekundären
Geschäftskernprozesses wird gefestigt und der primäre Geschäftskernprozess profitiert in seiner Disposition in den Auftragsabwicklungsprozessen.



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Inhaber und Geschäftsleiter von Hecher GTMLC Consulting e.U., Gewerbe-Technik-Management-Legal-Compliance nach Facility Management ÖNORM EN 15221 1-7; Energieauditor, Abfall- und Brandschutzbeauftragter; Zertifizierter Brandschutzmanager, Zertifizierter Facility Manager sowie Zertifizierter Objektsicherheitsprüfer 1300/1301; jahrelange Erfahrung in der Prototypenentwicklung im In- und Ausland und im gewerberechtlichen Facility- und Maschinenmanagement; mehrere leitende Funktionen in den unterschiedlichsten Industriebetrieben wie in der Automotiv-, Förder- und Lagertechnologie, im Werkzeugbauwesen und der Extrusionstechnik.

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